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Autor Thema: Selbstfahrt eines Stadtbusses im Betriebshof Gruna  (Gelesen 4537 mal)

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Selbstfahrt eines Stadtbusses im Betriebshof Gruna
» Freitag, 05. August 2005, 00:00:00
Am 5. August 2005 hatten die Mitglieder des Fahrgastbeirates die Möglichkeit, ein Fahrtraining mit einem Stadtbus der DVB AG zu absolvieren.

Herr Köhler äußerte den Wunsch, natürlich nur mit einem Gelenkbus fahren zu wollen. Dieser Wunsch wurde natürlich prompt umgesetzt, und so durften sich die Mitglieder, die sich mutig dieser Herausforderung gestellt haben, sich hinters Steuer setzen.

Unsere ersten Fahrversuche wurden von Herrn Schmidt, stellv. Betriebshofleiter Gruna, und von Herrn Scheibe, Fahrlehrer Bus, begleitet.

Sichtliche Schwächen zeigten sich u. a. beim Rückwärtseinparken. Fiel es dem einen durch seine konzentrierte Arbeit mit den Spiegeln doch recht einfach, hatten andere schon das eine oder andere Problem. Selbst Herr Köhler als unser "alter Hase" hatte Schwierigkeiten, das Fahrzeug mittig in der vorgesehenen Position abzustellen.

Fast ideal. Herr Neu stellte das Fahrzeug beim Rückwärtseinparken sehr suverän ab. Unser Fahrlehrer hatte aber auch noch Verbesserungsvorschläge parat.

Nicht besser sah es bei dem sogenannten "Dresdner Bord" aus, an dem mobilitätseingeschränkte Fahrgäste so gut wie ohne Probleme ein- und aussteigen können.
Hier entstand bei dem ein oder anderem ein nicht allzu kleiner Schlitz zwischen dem Bus und der Bordsteinkante, der z. B. für Rollstuhlfahrer ein Problem darstellen würde.
Herr Schmidt erklärte uns, daß nur ein Abstand von wenigen Zentimetern erlaubt ist, und wie man ideal an den Bordstein heranfahren sollte. Schließlich ist der Bordstein so gefertigt, daß ein sehr nahes heranfahren möglich ist, ohne den Bus zu beschädigen.

Und was wäre passiert, wenn plötzlich ein Hindernis vor uns auftaucht?
Auch mit dieser Situation wurden wir konfrontiert: Aus dem Stand heraus wurde mit Vollgas auf etwa 60 km/h beschleunigt und danach eine absolute Vollbremsung eingeleitet. Dabei hieß es "Gut festhalten!" - zurecht. Und dann stand die alles entscheidende Frage im Fahrzeug: Hätt' ich's noch geschafft?

Unsere "Fahrschüler" haben sich wacker geschlagen und sollten nun mehr über die schwierige Arbeit eines Busfahrers, die von vielen oft unterschätzt wird, wissen.

Wir bedanken uns hiermit nochmals recht herzlich bei Herrn Lorenz, Betriebshofleiter Gruna, und seinem Stellvertreter Herrn Schmidt, die es uns ermöglicht haben, einmal Busfahrer sein zu dürfen.
Gleicher Dank geht an Herrn Scheibe, der ein zweites Fahrzeug bereitstellte. So hatten alle Beteiligten etwas mehr Zeit, sich mit dem Busfahren auseinander zu setzen.

« Letzte Änderung: Samstag, 04. Dezember 2010, 02:06:48 von Daniel Anders »
Ein Bericht von Markus Damm

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